Für wen ist Permanent Make-up nicht geeignet?
· Natalya Erdogdu
Permanent Make-up ist für die meisten Frauen eine sichere und unkomplizierte Behandlung. Aber es gibt Situationen und Erkrankungen, bei denen ich ausdrücklich von einer Behandlung abraten würde. In diesem Artikel erkläre ich ehrlich und vollständig, wer auf PMU verzichten sollte – und wer nur warten muss.
Absolute Kontraindikationen (keine Behandlung möglich)
Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft ist Permanent Make-up nicht möglich. Einerseits aus Vorsichtsgründen bezüglich der verwendeten Pigmente und Betäubungscremes, andererseits weil der Hormonhaushalt die Heilung unvorhersehbar beeinflusst.
Stillzeit: Auch in der Stillzeit empfehle ich, bis zum Ende des Stillens zu warten.
Epilepsie
Bei Epilepsie besteht das Risiko, dass die Behandlung einen Anfall auslösen könnte.
Aktive Hauterkrankungen in der Behandlungszone
Psoriasis, Ekzeme oder offene Wunden direkt im Behandlungsbereich sind ein absolutes Ausschlusskriterium.
Keloidneigung
Wer dazu neigt, Keloide (wulstige Narbengewebe) zu bilden, sollte auf PMU verzichten.
Laufende Chemotherapie
Während einer Chemotherapie ist das Immunsystem stark geschwächt.
Diabetes (schlecht eingestellt)
Bei schlecht kontrolliertem Diabetes ist die Wundheilung beeinträchtigt. Bei gut eingestelltem Diabetes ist PMU nach Rücksprache mit dem Arzt möglich.
Temporäre Kontraindikationen (warten und verschieben)
Blutverdünner
Aspirin oder Ibuprofen sollten mindestens 48 Stunden vor der Behandlung nicht eingenommen werden.
Accutane / Isotretinoin (Akne-Medikament)
Nach Absetzen sollte mindestens 6 Monate gewartet werden.
Botox und Filler
Nach Botox oder Lippenfüllern sollte mindestens 4 Wochen bis zur PMU gewartet werden.
Aktiver Lippenherpes (für Lippen-PMU)
Ein aktiver Herpes-Ausbruch schließt eine Lippen-Behandlung aus.
Frische Gesichtsbehandlungen
Nach Peeling, Microneedling oder Laserbehandlungen: mindestens 4–6 Wochen warten.
Während der Menstruation
Nicht empfohlen – das Schmerzempfinden ist in dieser Phase erhöht. Der ideale Zeitpunkt ist die erste Woche nach der Periode.
Wann muss ich meinen Arzt fragen?
Bei folgenden Erkrankungen ist PMU möglicherweise nach Rücksprache mit dem Arzt möglich:
- Autoimmunerkrankungen (Lupus, Hashimoto, etc.)
- HIV / Hepatitis
- Herzschrittmacher
- Starke Allergien gegen Kosmetika oder Metalle
- Gut eingestellter Diabetes
- Schilddrüsenerkrankungen unter Medikation
Gibt es ein Mindestalter?
Permanent Make-up ist für Personen unter 18 Jahren nicht möglich – unabhängig von elterlicher Einwilligung.
Fazit
Die Liste der Kontraindikationen klingt lang – ist sie aber in der Praxis selten ein Problem. Die große Mehrheit der Interessentinnen kann PMU ohne Einschränkungen machen.
Haben Sie Fragen zu Ihrer persönlichen Situation? Schreiben Sie mir – ich antworte ehrlich.